Was geht?

FREITAGSPOST

Hier stehen Veranstaltungstipps, Links zu den neuestsen Fachpublikationen, Lese- und Filmempfehlungen - alles chronologisch geordnet.
Jeden Frei-Freu-Frau-Tag aktualisiert: 'nJOY!

FORTBILDUNG:

UNFPA (United Nations sexual and reproductive health agency)
06.12.2021 – 14:30 Uhr
Thema:
Making Femicide Visible: Where is the Data?

TV-Tipps:

Femizid – Wenn Männer Frauen töten – ZDFmediathek Neue, 90-minütige Doku, täglich ab 22:00 zugänglich

Girlhood, Frauen im Rap – 4-teilige Serie | ARTE

Yetundey stammt aus Leipzig und fühlt sich in vielen Ausdrucksformen zu Hause. Als Pianistin, Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin lotet sie alle Möglichkeiten des Mediums Rap aus. Layla Boe hat sich vorgenommen, die deutsche Sprache mit Hip-Hop und RnB „smoother“ zu machen. 

Im Mittelpunkt dieser Serie stehen acht junge Künstlerinnen, die den Rap als Ausdrucksform gewählt haben, um über ihr Alltagsleben zu singen, ihre Kämpfe auszutragen, ihre Kultur und manchmal auch ihr Exil mit anderen zu teilen. Meryl und Lean Chihiro, Dee Koala und Dope Saint Jude, Layla Boe und Yetundey, Krtas Nssa und Khtek kommen aus verschiedenen Ländern. Doch alle sind engagierte Rapperinnen und nutzen die kreativen Möglichkeiten des Rap, um den unterschiedlichen Facetten ihrer Identität Ausdruck zu verleihen.

In jeder Folge erzählen zwei Künstlerinnen aus dem gleichen Land, wie sie dazu beitragen, dass sich die Mentalitäten ändern. Jede von ihnen geht dabei eigene Wege:

– auf Englisch singen, um von möglichst vielen verstanden zu werden, oder aber die einheimische Identität bekräftigen, um sich besser ausdrücken und die eigene Community direkt ansprechen zu können

– sich schminken und als männliches Alter Ego auftreten, um zu existieren

– in einem Land, wo Rap verboten ist, dennoch zu rappen.

Ihre Herangehensweisen sind in jedem Land anders.

Die Serie beleuchtet diese ungewöhnlichen Werdegänge, die vom kulturellen, politischen, gesellschaftlichen und familiären Umfeld der einzelnen Künstlerinnen geprägt sind. Die Musik dieser Rapperinnen steht in enger Verbindung zu dem Land, in dem sie entsteht.

#dreckshure auf ARTE Diese Doku zeigt anhand zahlreicher Beispiele von Hasskommentaren das ganze Ausmaß des Frauenhasses und geschlechtsspezifischer Gewalt, die im Internet mehr oder weniger ungestraft ausgeübt wird. Doch warum fällt die Unterdrückung von Minderheiten im Internet auf fruchtbaren Boden? Und wer sind die Profiteure?

H24 auf ARTE 24 Frauen, 24 Geschichten. Basierend auf 24 realen Begebenheiten macht diese von 24 international renommierten Autorinnen geschriebene Reihe sichtbar, was Frauen im Alltag erleben, von den banalsten Dingen bis zu den fürchterlichsten Dramen. 24 knallharte Kurzfilme mit 24 außergewöhnlichen Schauspielerinnen – feministische Filmmanifeste, die sich gegen alle Formen von Gewalt gegen Frauen richten. 

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HÖRENSWERT:

Die „Istanbul-Konvention“ schafft verbindliche Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt. In Folge 3 von „familiensachen“ geht es um diesen wichtigen völkerrechtlichen Vertrag. Unser Gast ist Sabine Kräuter-Stockton. Die Saarbrücker Oberstaatsanwältin war viele Jahre lang für Fälle von Gewalt gegen Frauen zuständig. 2018 wurde sie als deutsches Mitglied in die Expertengruppe GREVIO des Europarates gewählt. In dieser Funktion überprüft sie die Umsetzung der Istanbul-Konvention durch die Staaten, die diese ratifiziert haben. Wir reden mit Sabine Kräuter-Stockton darüber, was die Istanbul-Konvention bewirken will, bereits bewirkt hat und was ihre Aufgabe bei GREVIO ist. Thema ist aber auch, welche Anforderungen das Übereinkommen konkret an gerichtliche Verfahren, z.B. im Zusammenhang mit Sorgerechtsentscheidungen, oder an die Gefahrenabwehr stellt. Und wir unterhalten uns darüber, wie die teilweise irrational-populistische Kritik an der Istanbul-Konvention zu erklären ist.

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FACHINFO:

FHK-Fachinformation: Digitale Gewalt (Nr. 02 / 2021)

Geradezu selbstverständlich hat sich mit der voranschreitenden Digitalisierung unseres Alltags auch die Ausübung von Gewalt in Partnerschaften auf digitale Räume und Werkzeuge ausgeweitet.

Nicht selten fühlen Betroffene  sich allein gelassen oder nicht ernst genommen. Denn mit der rasanten Entwicklung Schritt zu halten, stellt Polizei, Justiz und Unterstützungseinrichtungen vor enorme Herausforderungen. Wie diesem Problem begegnet und die Sicherheit von Frauen und Mädchen erhöht werden kann, ist die Kernfrage der neuen FHK-Fachinformation. Inhalte dieser Ausgabe:

Wie kann man einem solchen Lagebild begegnen und Betroffene digitaler Gewalt im Kontext von Partnerschaftsgewalt effektiver unterstützen?

Anknüpfend an das laufende FHK-Projekt „Schutz vor digitaler Gewalt unter Einbeziehung der Datensicherheit im Frauenhaus“ haben wir uns dieser Frage mit der vorliegenden Fachinformation genährt.

Zu den Beitragenden der aktuellen Ausgabe gehören unter anderen

  • Sandra Cegla, Kriminalkommissarin a. D., Sicherheitsagentur SOS-Stalking
  • Claudia Otte, Hate Aid
  • Elisabeth Oygen, Socles
  • Martina K. Steiner, Kompetenzstelle gegen Cybergewalt + 24-Stunden Frauennotruf Wien
  • Leonie Maria Tanczer, University College London

u.v.m. 2021-11-10_FHK-Fachinformation_DigitaleGewalt_2021-Nr02_01

FACHTAGE/ NetzwerkTREFFEN:

13. Dezember 2021

10.00–16.00 Uhr

Grünes Quartier

Heinrichstraße 9

04317 Leipzig

Die Teilnahme ist kostenfrei

Fachtag

“Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt wirksam unterstützen”

Bellis e.V. lädt Sie sehr herzlich zum Fachtag “Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt wirksam unterstützen” am 13.12. ein.
Anmeldung erbeten bis 08.12.2021


Der Freistaat Sachsen beauftragte Bellis e.V. im Jahre 2019 mit der Durchführung des Modellprojektes „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung und häuslicher Gewalt“. Ziel des Modellprojektes ist die Schaffung von Versorgungsstrukturen, die vergewaltigten und von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen, Männern und nicht binären Personen die Zugangswege zu einer guten medizinischen Versorgung und auf Wunsch zu einer Befundsicherung erleichtern. Darüber hinaus braucht es ein funktionierendes psychosoziales Hilfesystem, das Betroffene bei der Überwindung der erlebten Gewalt unterstützt. Bellis hat daher den zusätzlichen Auftrag, den Aufbau eines Unterstützungsnetzes für Betroffene von Vergewaltigung und sexualisierter Gewalt in Sachsen voranzubringen.

Der Fachtag „Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt wirksam unterstützen“ informiert über das Modellprojekt, das aktuelle Unterstützungsnetz zu sexualisierter Gewalt in Sachsen und die notwendigen Veränderungen hin zu einer adäquaten Versorgung.
Fachtag Betroffene wirksam unterstützen 13. Dezember 2021

VERANSTALTUNGSKALENDER:

06. Dezember 2021

Kampagnenende #GewaltfreiesZuhause

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08. Dezember 2021

In der Arche in Eilenburg
Von 14:00 – ca. 16:00 Uhr

Initiationstreffen einer Fachgruppe in Nordsachsen, sowie Veranstaltungsreihe für FLINTA* in Torgau

Wir laden herzlich alle Fachkräfte, die
mit Kindern und Jugendlichen im LK
Nordsachsen arbeiten und sich für
geschlechterreflektierendes/
geschlechtersensibles Arbeiten
interessieren, zu einem ersten Treffen
ein!
Wir wollen uns austauschen, vernetzen
und bei Bedarf eine Fachgruppe gründen.

Einladung Treffen FLINTA 08. Dezember 2021

Ablauf Fempowerment 08. Dezember 2021

16. Dezember 2021

Regionalforum Dresden
10:00-16:30 Uhr

In Präsenz: Neues Rathaus der Landeshauptstadt Dresden, Festsaal, Rathausplatz 1, Eingang Goldene Pforte, 01067 Dresden

Oder im Livestream

Jüdische Vielfalt in Deutschland

Die Deutsche Gesellschaft e. V. veranstaltet in Kooperation u. a. mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden und der Landeshauptstadt Dresden das Regionalforum
“Jüdische Vielfalt in Deutschland”. Hierzu laden wir Sie herzlich ein!
Der Eintritt ist frei! Um Anmeldung wird gebeten.
Presseankündigung Jüdische Vielfalt in Deutschland 16. Dezember 2021
Programm Jüdische Vielfalt in Deutschland 16. Dezember 2021  

AKTIV BLEIBEN:

Online
18:00 bis 19:00 Uhr

GEDOK Mitteldeutschland e.V.

Einladung zur letzten offenen Talkrunde in 2021

Liebe Kunstfreunde, 

am 06.12.2021, 18 bis 19 Uhr wollen wir uns in diesem Jahr das letzte Mal online treffen. 
In dieser durch Corona so eingeschränkten Zeit gibt es bestimmt genügend Gesprächsbedarf.
Also nutzt diese Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.
Es moderiert: Maria Cornelia

Hier der Zugang:
Klicken Sie auf den folgenden Link, um dem Meeting beizutreten:https://meet.jit.si/SlowStudiesReinforceUndoubtedly

Wollen Sie sich nur auf Ihrem Telefon einwählen?
Einwählen: +1.512.647.1431 PIN: 160838873#

Klicken Sie auf diesen Link, um die eingewählten Telefonnummern für dieses Meeting zu sehen
https://meet.jit.si/static/dialInInfo.html?room=SlowStudiesReinforceUndoubtedly

LESEN BILDET:

Jüdische Vielfalt in Deutschland

Neuerscheinung "Die betrogenen Generation"

Pflichtlektüre für Ampelkoalition zur zügigen Umsetzung gerechter Entschädigungslösung
Anlässlich des Ausstehens eines Entschädigungsfonds für die in der DDR geschiedenen Frauen und andere Gruppen bei Rentenungerechtigkeiten empfiehlt unser Vorstand der Ampelkoalition das neue Buch “Die Betrogene Generation” von Johanna Weinhold: Das Buch über die Rentenungerechtigkeit durch den Einigungsvertrag und das Rentenüberleitungsgesetz vor 30 Jahren gegen uns und den “Kampf um die DDR-Zusatzrenten” erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem es im der Ampelkoalition nun darum gehen muss, wie das begonnene Projekt zu einem gerechten Ende gebracht werden soll. Es ist allen, die die Koalitionsgespräche führen und mitreden, zu empfehlen. Das 2018 begonnene Vorhaben eines Gerechtigkeitsfonds kann von der neuen Koalition nun viel besser um die ungerechte Einschränkung für ‘Härtefälle’ bereinigt, gerecht gestaltet und für die Betroffenen endlich in Kraft gesetzt werden. Zumal ihnen der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen CEDAW, der die Frauenrechte überwacht, und der auf eine Lösung dringt, auf die Finger sieht. Das Buch der MDR-Redakteurin Johanna Weinhold, im Ch. Links Verlag erschienen, basiert auf fundierter Kenntnis und vielen Interviews. Es ist leicht lesbar, obwohl es über unerträgliche Härten der Menschen berichtet, denen durch harte, ehrliche und wie bei den Frauen, viel längeren Arbeitszeiten als im Westen, erworbene Rentenansprüche mit der Einheit gestrichen wurden. Johanna Weinhold zeigt wie Justiz und Politik mal für die Betroffenen mal gegen Sie sprachen. Sie zeigt wie systematisch Menschen in Altersarmut getrieben wurden, besonders gilt das für uns Frauen, für die Balletttänzerinnen und Frauen aus dem Gesundheitswesen. Die Autorin vermittelt durch umfangreiche Recherche und Gespräche, was alle Betroffenen, so unterschiedlich sie auch sind, eint: die Erfahrung des Unrechts, sich trotz 30 Jahre entwürdigender Armutserfahrung, aufsteigender Bitterkeit dennoch in starkem Bewusstsein, dass es einmal Recht geben muss, politisch und sogar kompromissbereit für eine Lösung einzusetzen. Die Lösung kommt lebensgeschichtlich extrem spät. Sie muss mehr als eine moralisch und politisch soziale menschliche Geste, sondern auch eine menschenrechtliche Realisierung dessen sein, dass niemand in den Sozialleistungen diskriminiert oder ausgeschlossen werden darf. Das wäre vor allem für die nachfolgende Generationen, besonders der rentenrechtlich noch immer mit dem Pay- und Renten Gap stark benachteiligten Frauen, eine wichtige und nötige Lektion. Nun ist politischer Willen nötig, den Prozess zu Ende zu führen. Das Buch von Johanna Weinhold ist eine Einführung für alle Bundestagsabgeordneten, die nun in der Verantwortung stehen.
→ Scheidung ist kein Verbrechen!
Scheidung – ohne finanzielle Ungleichbehandlung- ist ein Menschenrecht.
→ Menschenrecht ist nicht teilbar
Die Gleichstellung von Frauen in ihren sozialen und ökonomischen Rechten ist die Königinnendisziplin, an der sich Demokratien messen lassen müssen.